2021 - Boßelverein Spohle

 Boßelverein Spohle
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2021

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10.04.2021
FKV 4 Gummikugel bleibt im Umlauf

Der Friesische Klootschießerverband kommt den Vereinen entgegen.

Während der dritten erweiterten Vorstandsversammlung des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) mit den Vorständen der 13 Kreisverbände sind die zum zweiten Mal verschobenen Europameisterschaften in Schleswig-Holstein online diskutiert worden. Um für den anvisierten Termin im Mai 2022 schlagkräftige Mannschaften auf die Beine zu stellen, wird über entsprechende Qualifikationen nachgedacht. Das Kaderkonzept der Klootschießer wurde vom erweiterten FKV-Vorstand abgesegnet.
Hollandkugelwerfen
Die Idee, für das Klootschießen und das Hollandkugelwerfen eine Championstour nach dem Vorbild der Boßler einzuführen, hatte der zuständige Arbeitsausschuss schon Ende Februar vorgestellt. Man wolle dem Hollandkugelwerfen zukünftig wohl mehr Bedeutung zumessen, hieß es. So könne die Disziplin auch eine Rolle beim Friesischen Mehrkampf spielen, der im September ausgetragen werden soll.
Internationales Treffen
Im August wollen die Vertreter aus Irland, Italien und den Niederlanden Rücksprache mit dem FKV-Vorstand sowie dem EM-Gastgeber Schleswig-Holstein halten, ob das Treffen am Himmelfahrtswochenende 2022 in Dithmarschen und Eidelstedt realisiert werden kann.
Wenn die neue Boßelsaison im September dieses Jahres beginnt, bleiben nur noch sechs Monate Zeit, um die EM-Kader zu formen. Mit Blick auf die in 2024 folgende Heim-EM in Neuharlingersiel sollen laut FKV alle FKV-Meisterschaften im Jahr 2023 in den Kreisverband Esens auf die EM-Strecke vergeben werden.
Die Gummikugel
Die Gummikugel, die für viel Gesprächsstoff wegen ihres enormen Sprungverhaltens gesorgt hatte, bleibt laut FKV noch im Umlauf. Eigentlich hätte das Boßeln mit der FKV-4-Gummikugel zum 30. Juni dieses Jahres beendet werden sollen. Da aber fast die komplette Saison ausgefallen sei, solle diese rote Kugel in der neuen Spielzeit ausschließlich in den Mannschaftswettbewerben erlaubt sein, um den finanziell gebeutelten Vereinen zu helfen.
Noch kein neuer Termin
Ein neuer Termin für die Jahreshauptversammlung des FKV ist noch nicht in Sicht. Personelle Veränderungen stehen an. Jeweils ihren Rücktritt haben der Vorsitzende Jan-Dirk Vogts und sein Stellvertreter Johannes Trännapp mitgeteilt. Als neuer Vorsitzender wird Helfried Götz, Bürgermeister der Gemeinde Friedeburg, gehandelt. Aufhören wird auch der Boßelfachwart Alwin Jurisch. Weitere Posten sind unbesetzt.
Einzelkämpfe
Angesichts des bis zum 18. April verlängerten Lockdowns sehen sich die Funktionäre in ihrer Entscheidung, die Boßelsaison 2020/21 abzubrechen, bestätigt. Der Klootschießerlandesverband Oldenburg (KLVO) hat schon beschlossen, die Spielzeit 2021/22 bei null beginnen zu lassen. Auf Kreisebene könnten vor den Sommerferien noch Freundschaftskämpfe oder Einzelwettbewerbe ausgetragen werden. Die Befürchtung ist groß, dass auch die Friesensportler Mitgliederverluste verzeichnen müssen.

08.03.2021
Der Friesenkampf

Warum der Friesenkampf mit unserem Sport nichts gemein hat

Unter dem Friesenkampf versteht man eine Abwandlung des Modernen Fünfkampfes. Der Friesenkampf besteht aus den Disziplinen Fechten, Schwimmen, den leichtathletischen Disziplinen Laufen und Kugelstoßen, sowie Luftgewehrschießen auf 10 Meter. Der erste Friesenkampf wurde 1928 in Düsseldorf auf Initiative von Paul Schulze organisiert, dem damaligen Sportwart des Deutschen Fechter-Bundes und Bundesfechtwart des Deutschen Turner-Bundes. Er sollte mit seinen verschiedenartigen Disziplinen als Ergänzung und Ausgleich für die Fechter dienen. Der Friesenkampf ist in Erinnerung an Karl Friedrich Friesen benannt. Dieser Vielseitigkeitssport wird bisher nur in Deutschland und lediglich von wenigen Sportlern betrieben. Um die Sportart ausüben zu können, bedarf es des Nachweises einer bestandenen Ausbildung zum Sportfechten, so dass der Friesenkampf fast ausschließlich von aktiven Fechtern oder ehemaligen Modernen Fünfkämpfern ausgeübt wird. Der Friesenkampf ist innerhalb des DTB organisiert und findet daher im Rahmen der auf Landesebene stattfindenden Landesturnfeste und auf Bundesebene im Rahmen des Deutschen Turnfestes oder der Deutschen Mehrkampfmeisterschaften statt.

10.02.2021
Neuer Wettbewerb

Verband ruft neuen Wettbewerb ins Leben

Ab der kommenden Friesensport-Saison wird es auch eine Championstour für Klootschießer geben. Geplant sind Ranglistenwerfen mit dem Kloot und der Hollandkugel.
Die Championstour der besten Straßenboßler des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) gibt es schon seit Jahren. Nun hat der FKV auch eine Championstour der Klootschießer ins Leben gerufen. Die Werfer kämpfen um den Sieg im Ranglistenwerfen in den Disziplinen Kloot-Standkampf und Hollandkugel-Feldkampf.

Acht Termine
Das gelbe Trikot für den Führenden.
Während der laufenden Ranglistensaison tragen die Führenden der einzelnen Leistungsklassen das gelbe Trikot. Die besten Nachwuchskräfte werfen im weißen Trikot. Wer den größten Weitenzuwachs mit der Klootkugel verzeichnet, streift sich das lila Trikot über. Für die größte Einzelweite mit der Klootkugel ist das grüne Trikot vorgesehen. Für die Besten der Tageswettbewerbe gibt es besondere Tagestrikots. In einer Finalveranstaltung werden die beste Klootschießerin und der beste Klootschießer sowie die Siegerinnen und Sieger der Einzeldisziplinen der Jugendlichen und Erwachsenen geehrt. Außerdem werden an diesem Tag die Mitglieder des FKV-Perspektivkaders benannt.
Während eines Wettkampfjahres können an acht Terminen Ranglistenpunkte in beiden Disziplinen errungen werden. Wer am Ende in der Addition beider Wertungen die meisten Punkte hat, gewinnt den Titel Klootschießerin oder Klootschießer des Jahres. Der Wettbewerb wird für Männer, Frauen und Jugendliche angeboten. Akteure älterer und jüngerer Altersklassen dürfen teilnehmen, müssen aber mit den Klootkugeln für Frauen I, Männer I beziehungsweise Jugend A werfen.
Der FKV will das Klootschießen mit regelmäßigen Wettkämpfe in einem Wertungssystem fördern. Der Wettbewerb wird daher für Qualifikationen zur deutschen Meisterschaft und internationale Vergleiche herangezogen. Er ermöglicht den Zugang zum FKV-Perspektivkader für die Europameisterschaften. Um Punkte wird überwiegend bei schon vorhandenen Veranstaltungen gekämpft. Laut FKV sind nur wenige zusätzliche Wettkampftermine erforderlich. Die Championstour Kloot- und Hollandkugel sei zudem eine offene Veranstaltung. Alle Werferinnen und Werfer können teilnehmen. Es sei keine vorherige Anmeldung erforderlich. Bei den bestehenden Wettkämpfen gelten die jeweils gültigen Wettkampfbedingungen. Bei den zusätzlichen Wettkampfterminen sind mit der Klootkugel fünf Würfe zu absolvieren, von denen drei in die Wertung einfließen.
Mit der Hollandkugel müssen beim Standwerfen fünf Würfe absolviert werden, die alle in die Wertung kommen. Beim Streckenwerfen mit der Hollandkugel sind entweder zehn Würfe in Folge zu absolvieren, oder es wird alternativ ein Zielwerfen angeboten.

Nach EM-Regeln
Bei den zusätzlichen Wettkampfterminen wird nach EM-Regeln geworfen. Beim Drehwurf in den weiblichen Klassen gibt es einen Zwei-Meter-Sektor. Die übergetretenen Zentimeter werden von der Wurfweite abgezogen. Bei Übertreten von mehr als zwei Metern ist der Wurf ungültig.
Wird das Hollandkugelwerfen als Streckenwerfen angeboten, ist von jedem Teilnehmer ein Schiedsrichter zu benennen. Ohne Schiedsrichter gibt es keine Starterlaubnis.

10.02.2021
Winter Ja, Corona Nein

Winter spielt mit – Corona jedoch nicht

Wegen der Pandemie geht des Warten der Friesensportler auf die 28. Auflage des Feldkampfes weiter. Zeit für einen Rückblick auf das bislang letzte Duell zwischen den beiden Landesverbänden Oldenburg und Ostfriesland im März 2018.
Knapp drei Jahre lang warten die Friesensportler und deren Anhänger, die Käkler und Mäkler, nun schon auf den nächsten Feldkampf zwischen den beiden Landesverbänden Oldenburg und Ostfriesland. Witterungsbedingt fand das Kräftemessen zuletzt Anfang März 2018 in Stollhamm statt. Am kommenden Wochenende hätte es nun erstmals wieder mächtig rund gehen können. Doch Ironie des Schicksals: Zwar stimmen ob des aktuellen Wintereinbruchs in Niedersachsen mit Minusgraden bis in den zweistelligen Bereich momentan die Rahmenbedingungen, um ein gutes Feldkampfgelände stellen zu können. Allerdings macht nun die Pandemie der Traditionsveranstaltung einen dicken Strich durch die Rechnung. Und so brauchen die Verantwortlichen des Friesischen Klootschießerverbands derzeit auch nicht in Hektik zu verfallen. Denn wegen Covid-19 hatte der FKV frühzeitig mitgeteilt, dass es in diesem Winter keinen Länderkampf geben würde. „Für die Sportler und Zuschauer ist das Hygiene- und Abstandskonzept leider nicht zu gewährleisten“, hatte der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts (Hollwege) den FKV-Beschluss begründet.

Ein Jammer
Auch der Feldobmann des Klootschießer-Landesverbandes Oldenburg (KLVO), Stefan Bruns aus Waddens, bedauert die notwendige Absage: „Das ist ein Jammer, dass es nicht geht. Nach der langen Pause wäre das für den Friesensport gut gewesen.“ Zumal die Oldenburger für den sportlichen Vergleich bestens gerüstet gewesen wären. „Wir hätten ein Super-Männerteam gehabt“, betont der 47-Jährige: „Auch beim Jugendteam hätte der Wettkampf für neue Impulse gesorgt. Indes wäre an den beiden Wettkampftagen ein Feldkampf der Junioren nicht durchgeführt worden, da diese größtenteils in der Hauptmannschaft werfen.“
Wie dem auch sei: Nun heißt es, ein weiteres Jahr auf den Feldkampf zu warten. Derweil bleibt Zeit, um auf den 27. und bislang letzten Wettkampf zwischen den Oldenburgern und Ostfriesen in der Wesermarsch zurückzublicken. In Stollhamm maßen sich am 3. März 2018 bei eisigem Wind am Samstag sowohl die Jugend- als auch die Männerteams der beiden Landesverbände, weil für den Sonntag bereits Tauwetter angekündigt worden war.

Spannung bis zum Ende
Das Oldenburger Männerteam lag lange komfortabel in Front. Im letzten Durchgang schmolz der Vorsprung allerdings zwischenzeitlich noch auf magere 65 Zentimeter zusammen. Groß war dann der Jubel im Oldenburger Lager, als der Erfolg mit einem Plus von 26 Metern feststand.

Ewig junges Duell
In der Statistik des Feldkampfes zwischen den Friesensportlern der Landesverbände Oldenburg und Ostfriesland liegen aktuell die ostfriesischen Männer noch knapp mit 14:13 in Führung. Die letzten fünf Länderkämpfe gewannen jedoch allesamt die Oldenburger. Ostfriesland war zuletzt 2001 in Jever erfolgreich.
Gerne erinnern sich die Friesensport-Begeisterten an die bislang vorletzte Veranstaltung am 4./5. Februar 2012 bei Bilderbuch-Wetter in Utgast (Kreisverband Esens). Groß war der Jubel im Oldenburger Lager nach zwei Tagen toller Feldkampfatmosphäre, denn alle drei Ländervergleiche (Jugend, Junioren und Männer) gewannen die Oldenburger. Die Jugend mit drei Schoet, die Junioren mit 90 Metern und die Männer im Krimi mit gerade mal 1,20 Metern Vorsprung. Die Besonderheit bei diesem Feldkampfgelände war, dass Erdwälle überworfen werden mussten. Dabei konnten Oldenburger erstmals alle drei Wettbewerbe an einem Wochenende und einem Ort gewinnen. Dies war den Ostfriesen auch schon mal gelungen: Im Jahr 1994 im Kreisverband Butjadingen.
Den ersten Vergleich zwischen Ostfriesland und Oldenburg gab es am 28. Januar 1937 in Hohenberge/Varel. Ostfriesland gewann mit vier Metern Vorsprung. Der zweite Feldkampf folgte nach dem Krieg am 25. Februar 1948. Auch dort setzten sich die ostfriesischen Klootschießer durch – mit einem Schoet.
Im ewig jungen Duell mit den Oldenburgern, die zuletzt stark aufholen konnten, haben in allen drei Altersklassen die Ostfriesen die Nase vorn: bei den Männern hauchdünn mit 14:13 Siegen, bei der Jugend (erstmals 1953) mit 21:13 und bei den Junioren (erstmals 1972) mit 10:6.
Der nächste Feldkampf wird in Blersum (Kreisverband Wittmund) stattfinden. Das ganze Spektakel hatte sich über den (zu) langen Zeitraum von knapp neun Stunden Stunden hingezogen. Los ging es um 9.50 Uhr in der Früh. Der letzte Wurf erfolgte erst um 18.34 Uhr bei einsetzender Dämmerung. „Wir waren ein ausgeglichenes Team“, resümiert der Oldenburger Mannschaftsführer Detlef Müller. Man habe aber auch gesehen: „Sicher kann man sich zwischendurch nicht sein. Der Sieg hätte noch aus den Händen gleiten können.“

EINE GROSSE FOTOGALERIE
hat Hobby-Fotograf Helmut Behrends unter „Freesensport – Großer Querschnitt“ ins Internet gestellt. Der Oldenburger hat etliche hochrangige Veranstaltungen von Europameisterschaften bis hin zu Feldkämpfen begleitet.
Mehr Infos unter www.helmutbehrends.de

05.02.2021
Boßeln ist wie Golf

Einweisung in die ostfriesische Kulturtechnik des Boßelns

Als ich mein erstes Interview in Ostfriesland gab, wurde ich gefragt, welche Sportart außer Boßeln ich noch betreibe. Es ist lange her. Ich hatte damals keine Ahnung, wovon die Rede war und rührte nachdenklich im Tee rum. Ja, ich musste noch viel lernen. Im Gesicht des ostfriesischen Journalisten war unschwer abzulesen, dass ich mich gerade blamiert hatte. Wer Tee umrührt, kann auch gleich Marmeladenbrote mit Messer und Gabel essen oder Currywurst mit dem Strohhalm schlürfen.
Zum zweiten Mal hörte ich das Wort Boßeln von meinen Nachbarn, die Bettina und mich auch dazu einluden. Ich erhielt gleich eine treffende Erklärung: „Boßeln wie Golf. Nur ohne Schläger. Die Kugel muss in kein Loch, aber dafür mäht auch keiner den Rasen.“ Klar, dachte ich mir, was soll da denn schief gehen.
Es war ein klarer kalter Tag. Da die Ostfriesen als recht trinkfest gelten, gehören ein Kasten Bier im Bollerwagen und eine Flasche Schnaps praktisch zum Sportgerät. Dafür muss man ja keine Golfschläger schleppen. Das Prinzip ist einfach. Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Eine Kugel wird mit so wenig Versuchen wie möglich über eine vorher festgelegte Strecke geworfen. Es sieht ganz einfach aus, so als könne man gleich mitspielen und nichts falsch machen. Irrtum. Ich habe Spezialisten kennengelernt, die ihre Kugel über neunzig ja fast hundert Meter weit fliegen lassen. Den Weltrekord hält Stefan Albarus aus Norden mit 106 Metern.
Die verschiedenen Wurftechniken sind eine Wissenschaft für sich. Man erzählte mir, die Ursprünge des Boßelns, auch Klootschießen genannt, lägen weit zurück. Damals hätten die tapferen Friesen römische Soldaten mit getrockneten Lehmkugeln angegriffen. In der Tat berichtete schon der römische Senator Tacitus über solche Vorfälle. Ich erinnere mich an Lateinstunden, in denen ich aus seinem Werk „Germania“ übersetzen musste und daran scheiterte. Theodor Storm erzählt im Schimmelreiter von einem Boßelwettkampf.
Für Boßler werden keine Sporthallen oder Plätze gebaut. Über kostspielige Arenen grinsen sie nur. Es ist ein Sport für Felder und Straßen. Wo am Straßenrand Klootschießer-Gruppen auftauchen, halten Autofahrer respektvoll Abstand und warten geduldig, bis sie weiterfahren dürfen.
Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Versuche, den Ostfriesen das Boßeln zu verbieten. Damit ist noch jeder genauso jämmerlich gescheitert, wie der preußische König Friedrich, der den Ostfriesen das Teetrinken verbieten wollte. Statt des „Chinesischen Gifts“ sollten sie lieber Bier trinken. Beim Bier kamen sie ihm entgegen. Beim Tee blieben sie hart.

01.02.2021
Landesvorsitzender Helmut Riesner tritt zurück

Gesundheitliche Gründe zwingen zur Aufgabe
Der Vorsitzende vom Friesischen Klootschießer Landesverband Oldenburg (KLVO), Helmut Riesner ist zurückgetreten. Sicherlich für alle überraschend, zwangen gesundheitliche Gründe zu diesen plötzlichen Entschluss. Der nun 68 jährige Diekmannshauser  hatte vor 4 Jahren im November 2017 den Vorsitz übernommen. Gut vernetzt stellte Helmut Riesner Kontakte zur Wirtschaft und Politik für die Entwicklung des Verbands her. Die Öffentlichkeitsarbeit bei ihm eine Herzensangelegenheit. Coronabedingt musste die Jahreshauptversammlung vom Landesverband im November 2020 ausfallen. Gut 1 ½ Jahren bevor Helmut Riesner diesen Posten übernahm, rettete er auf einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung des TV Schweiburg, mit dem Wahl zum Vorsitzenden den Verein vor dem Aus. Dieses Amt gab er nach 2 Jahren wieder ab.
Den Vorsitz im Landesverband übernimmt nun kommissarisch der 2. Vorsitzende Frank Göckemeyer. Der 45 jährige Stollhammer ist zudem seit 8 Jahren Vorsitzender vom Heimatverein KBV Stollhamm und 2. Vorsitzender im Kreisverband Butjadingen. Zuvor brachte sich Göckemeyer 20 Jahre aktiv in der Jugendarbeit bei den Butjentern ein. Die nächste Jahreshauptversammlung vom Landesverband konnte noch nicht terminiert werden. Die bisherigen Vorsitzenden im KLVO: 1951 – 1964 Hans Coring, Wiefelstede, 1964 – 1971 Bernd Söker, Moorwarfen, 1971 – 1975 Georg Wedemeyer, Moorseite, 1975 – 1983 Berthold Oldewedeken, Varel, 1983 – 1993 Egon Mehrings, Schweewarden, 1993 – 2003 Werner Gerdes, Obenstrohe, 2003 – 2013 Johann Hasselhorst,  Apen und 2013 – 2017 Robert Schröder, Osterscheps.

01.02.2021
Spohle Damals und Heute

Spohle ist nicht ganz der nördlichste Zipfel der Gemeinde Wiefelstede. Nur wenige Kilometer weiter Richtung Norden schließt Conneforde die Gemeinde Wiefelstede ab.
Ein lebens- und liebenswertes Fleckchen – so bezeichnen die meisten der 517 Spohler Einwohner gerne ihren Ort. Hier fühlen sie sich wohl und hier wird die Gemeinschaft noch großgeschrieben. Bis zur Gebietsreform im Jahr 1972 war Spohle zugehörig zur politischen Gemeinde Varel-Land. Aber wer weiß heute noch, dass Spohle eine Gründung des Klosters Rastede ist? Wie in dem vom Wiefelsteder Heimatforscher Wilfried Harms in seinem Buch „Wiefelstede – Unsere Gemeinde gestern und heute“ nachzulesen ist, hatte die Ansiedlung von zwei Hofstellen in dem abgelegenen Moor- und Heidegebiet wohl den Zweck, die Versorgung des Rasteder Klosters mit Torf sicherzustellen. Später siedelten sich weitere Höfe an. Einer alten Sage nach, soll hier sogar einmal eine Burg gestanden haben. Dies ließ sich aber bis heute nicht nachweisen. Die Menschen lebten in früherer Zeit überwiegend von der Schafzucht. Da hiervon aber niemand die Existenz seiner Familien und Höfe sicherstellen konnte, wurde nach weiteren Einkommensquellen gesucht. So waren die Männer des Ortes viele Tage im Jahr unterwegs, um sich in Holland als Mäher oder um im nahen Varel Torf zu verkaufen. Eine bedeutende Rolle spielte in der wirtschaftlichen Entwicklung Spohles der Buchweizen- und Flachsanbau. Später gesellte sich bei vielen Spohlern das Imkern dazu.
Gut funktionierendes Dorfleben
Das alles ist heute natürlich Geschichte. In Spohle siedelten sich im Laufe der Jahre immer mehr Menschen an und die Landwirtschaft war für viele die wichtigste Einkommensquelle. Im Laufe der Zeit siedelten sich immer mehr Familien in Spohle an und es entstand ein starkes dörfliches Leben. Aus Gesprächen mit älteren Einwohnern wird deutlich, dass es in Spohle in der noch jüngeren Vergangenheit eigentlich alles gab, was man zum täglichen Leben benötigt. „Der Wiefelsteder“ erfuhr, dass es hier früher sogar zwei Tankstellen, zwei Schneider, zwei Lebensmittelläden, ein Reisebüro, ein Möbelgeschäft sowie ein Textilgeschäft mit Bettenreinigung gab. Vor noch gar nicht so langer Zeit konnten die Spohler in einem Schuhgeschäft ihre Schuhe kaufen und beim Schuster auch neu besohlen lassen. Das Backparadies Bunjes blickt in diesem Jahr sogar auf das 110-jährige Bestehen zurück. Am 1. Mai 1911 öffnete Hinrich Bunjes erstmals die Tür zu seiner Backstube. Der heutige Inhaber Hinz Bunjes, Enkel des Gründers, führt das Geschäft mittlerweile in der dritten Generation weiter. „Ich erinnere mich auch noch gut an die Zeit“ so der Bäckermeister, der zusammen mit seiner Frau Petra den Lebensmittelladen und die Bäckerei führt, „dass wir mit unserem Verkaufswagen bis 1979 im weiten Umfeld von Spohle unterwegs waren und die Menschen mit Lebensmitteln versorgten.“ Natürlich gab es in Spohle auch einen „Krug“, in dem sich nach Feierabend, überwiegend die Männer zum Klönschnack trafen. Gustav und Emma Müller hatten den alten Dorfkrug mit angeschlossenem Kolonialwarengeschäft im Jahr 1929 von ihren Vorgängern erworben. Sogar eine Viehwaage stand den Landwirten auf dem Gelände zur Verfügung. In den 1960er- und 1970er-Jahren war der Spohler Krug ein beliebtes Ziel der tanzfreudigen jungen Menschen. Heute hat sich das Gesellschaftshaus mit Hotel einen guten Ruf weit über die Grenzen des Ammerlands erworben. Beliebt waren in früheren Jahren auch die große Preismaskerade im Spohler Krug und das Volksfest mit vielen Attraktionen, wie u.a. einem Kettenkarussell.
 
Viele Firmen fühlen sich hier wohl
Leider konnte die Redaktion des „Wiefelsteder“ keine Dokumentationen ausfindig machen, die Genaueres über diese Zeit, als das Dorf Spohle noch mit allem versorgt wurde, was zum Leben benötigt wird. Vielleicht liegt es auch daran, dass es, im Gegensatz zu vielen anderen Orten in der Gemeinde Wiefelstede, keinen Ortsbürgerverein gibt. Diese Funktion fangen aber die Spohler Vereine, die sich sehr aktiv in das Dorfleben einbringen, auf. Hierüber an anderer Stelle mehr. Ein Blick auf die Geschäftswelt zeigt, dass es, wie in vielen anderen Gegenden, einen großen Wandel gegeben hat. Neben dem Backparadies und dem Spohler Krug hat sich hier auch weiterhin Gewerbe angesiedelt. U.a. finden wir in Spohle die Raiffeisengenossenschaft mit einer Tankstelle und die Raiffeisentechnik, Versicherungsagenturen, einen Fliesenleger und ein Kosmetikinstitut, ein Feinkostunternehmen sowie ein Gartenbauunternehmen, IT-Fachmann, Maler, Tierarzt und Friseur. Ganz aktuell ist vor ein paar Monaten ein Buch im Isensee-Verlag erschienen, in dem sich die Vareler Autorin Waltraud Bunjes an ihre Kindheit bei ihrer Oma in Spohle erinnert. In dem Buch „Ein Mädchen aus einem Dorf“ erinnert sich Waltraud Bunjes an viele Erlebnisse, die sie als junges Mädchen anlässlich Besuchen bei ihrer Großmutter hatte. Wenn auch die Namen der Personen aus Datenschutzgründen geändert wurde, dürften viele ältere Spohler so einiges in dem Buch wiedererkennen. Das Vereinsleben Ein besonderes Wahrzeichen zieht die Blicke der Vorbeifahrenden auf sich. Christian Dieluweit, Geschäftsführer der Metallverwertung Stock, wollte dem Ort etwas Gutes tun und ließ ein drei Tonnen schweres Nashorn an der Kreuzung Wiefelsteder Straße/Torfweg aufstellen. Das Nashorn wurde auf den Namen „Helmut“ (nach dem damaligen Bürgermeister Helmut Völkers) getauft. Seitdem kümmert sich der Helmut-Club, bestehend aus Alterskameraden der Spohler Feuerwehr und dem Bezirksvorsteher Egon Tapken, um das dortige Areal. „Wir haben quasi die Patenschaft über den Koloss und auch der Schutzhütten am Dorfweiher sowie beim Denkmal übernommen“, so Tapken.
 
Ein wichtiger Faktor in der Ortschaft Spohle ist natürlich die im Jahr 1922 gegründete Freiwillige Feuerwehr. Viele Spohler, darunter viele Jugendliche und Kinder, gehören dem Boßelverein (246 Mitglieder) „He löppt noch“ an. Der Sportverein TuS Spohle (473 Mitglieder) bietet zudem ein breitgefächertes sportliches Angebot für alle Altersgruppen an. Höhepunkt eines jeden Jahres ist anlässlich des Dorffestes das weit über die Grenzen Spohles hinaus beliebte Spiel ohne Grenzen. Und auch der große Flohmarkt des TuS zieht, wenn nicht gerade Corona-Pandemie ist, die Schnäppchenjäger von weither nach Spohle.
 
Ein Fazit am Schluss: Aus vielen Gesprächen konnte festgestellt werden, dass die Spohlerinnen und Spohle sich in ihrem Dorf sehr wohl fühlen. Auch die Jüngsten gehen gerne in den Kindergarten „Spatzennest“ am Torfweg. Es ist fast alles vorhanden, was das Dorf lebens und liebenswert macht. Einzig Baugrundstücke für zahlreiche junge Familien, die sich hier niederlassen möchten, fehlen. „Wenn diese nicht kommen, dann besteht die Gefahr, dass das Dorf „veraltet“ und Kindergarten und Sporthalle dann nicht mehr so frequentiert werden, wie bisher“, sagt der Bezirksvorsteher Egon Tapken.

 


30.01.2021
FKV-Chef Vogts plant Rückzug

Als langjähriger Vorsitzender des Friesischen Klootschießerverbands denkt Jan-Dirk Vogts über seinen Rücktritt nach. Im Ostfriesen Helfried Goetz scheint bereits ein Nachfolger gefunden. Aber es gibt weitere Baustellen beim FKV.
Der Friesische Klootschießerverband (FKV) steht vor einem personellen Umbruch. So hat der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts (Hollwege,Bild) bekannt gegeben, dass er nach 20 Jahren im Vorstand und 16 Jahren an der Spitze des Verbandes, über seinen Rücktritt nachdenkt. Bei einer Video-Konferenz des FKV mit dem erweiterten Vorstand war zu diesem Thema Helfried Goetz, Bürgermeister der Gemeinde Friedeburg, zugeschaltet. Der bekannte Klootschießer aus Ostfriesland stellte sich dabei als Kandidat für das Amt von Vogts vor.

Volle Unterstützung
Sportlich erfolgreich war Goetz unter anderem bei den Europameisterschaften der Friesensportler 2008 in Irland und 2012 in Italien, als er jeweils EM-Gold mit dem FKV-Team holte. Der 49-jährige Ostfriese erhielt nach seinen Aussagen bei der virtuellen Vorstellung den Applaus der Teilnehmer an der Online-Konferenz. „Er hat die volle Unterstützung der Oldenburger und Ostfriesen“, zeigt sich auch Helmut Riesner, Vorsitzender des Klootschießer-Landesverbands Oldenburg (KLVO), von Goetz angetan. Hoffnung auf reguläres Saisonende bleibt
Coronabedingt muss allerdings die turnusmäßig Anfang März geplante FKV-Versammlung ausfallen. Sie soll in den September verlegt werden. Dort wäre dann auch die Wahl von Helfried Götz zum zweiten FKV-Vorsitzenden möglich. Der Friedeburger könnte sich dann als Stellvertreter im Verband einarbeiten.
Eigentlich war Johannes Trännapp nach seiner Wahl zum zweiten FKV-Vorsitzenden 2019 als kommender Verbandschef gehandelt worden. Aus privaten Gründen verabschiedet sich der Bürgermeister der Samtgemeinde Hage aber nun von der Funktionärs-Bühne.
Jan-Dirk Vogts steht dem FKV seit 2005 vor. Wann der 63-Jährige genau aufhört, ist noch offen. Allerdings ist dem Ammerländer die Außendarstellung ostfriesischer Funktionäre in Bezug auf die Umbesetzung der Spitzenposition im Verband sauer aufgestoßen. „Das ist eine geringe Wertschätzung der Arbeit, die man gemacht hat“, ärgert sich Vogts: „Ob und wie lange ich mich weiter zur Mitarbeit zur Verfügung stelle, lasse ich offen. Ich schaue mir die weitere Entwicklung an.“

Vorbereitungen für die EM 2022
Der Vorstand des Friesischen Klootschießerverbands will in naher Zukunft sein Konzept für die Europameisterschaften vom 26. bis zum 29. Mai 2022 vorstellen. Die Titelkämpfe in Schleswig-Holstein waren ursprünglich für das Himmelfahrt-Wochenende im Mai 2020 terminiert worden, mussten wegen der Pandemie aber schon zweimal verschoben werden.
Für die Werferinnen und Werfer stehen noch Qualifikationen in den drei Disziplinen Kloot-, Holland- und Eisenkugel an. Der FKV-Vorstand will Klarheit darüber schaffen, wie mit dem bestehenden Aufgebot und möglichen Neulingen um die Kaderplätze geworfen wird.
Bei den Jugendlichen fallen durch die coronabedingte EM-Verlegung hoffnungsvolle Aktive altersbedingt heraus. Die EM findet normalerweise alle vier Jahre statt. Jetzt müssen die Friesensport-Fans sechs Jahre warten. Die Heim-EM des FKV ist für 2024 im Kreisverband Esens in Neuharlingersiel geplant.
Die Verbände aus Italien und Irland haben ihre Bereitschaft dazu erklärt, zweimal innerhalb von zwei Jahren nach Deutschland zu reisen. Das sei dank Sponsoren finanziell möglich.
Somit schimmert einmal mehr die jahrelange Rivalität zwischen den beiden Landesverbänden hervor. Nach dem Abgang des Hollwegers stünde ein Ostfriese an der Spitze. Dann wiederum stünde den Oldenburgern zu, einen neuen Kandidaten für den Vizeposten zu benennen, der von der Versammlung gewählt wird.

Einige Baustellen
Unterdessen gibt es beim FKV einige Baustellen – sowohl in sportlicher, als auch in personeller Hinsicht. So werden schon seit geraumer Zeit Frauenwartinnen für das Boßeln, Klootschießen und Hollandkugelwerfen gesucht. Zudem stehen der 2018 gewählte FKV-Boßelobmann Alwin Jurisch (Pfalzdorf) und der langjährige FKV-Justiziar Joachim Karsjens (Wiesederfehn) vor dem Abgang.
Dem Friesischen Klootschießerverband gehören noch 32 000 Mitglieder an. Vor Vogts stand Jardo Tapper acht Jahre an der Spitze des FKV. Der Blomberger war damals Nachfolger von Rolf Blumberg aus Stollhamm, der dieses Amt vier Jahre lang inne hatte.

27.01.2021
Wird die Saison abgebrochen?

Hoffnung auf reguläres Saisonende bleibt
Wird die Punktspielsaison 2020/2021 der Boßler noch zu Ende geführt? Das bleibt auch nach einer Videokonferenz des erweiterten Vorstands des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) vom Wochenende offen. Der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts aus Hollwege sagt dazu: „Die Politik gibt die Rahmenbedingungen vor. Wir müssen abwarten.“
Der Vorsitzende des Klootschießer-Landesverbands Oldenburg (KLVO), Helmut Riesner, bezweifelt, dass die Saison noch termingerecht gestemmt werden kann. Der Spielleiter der oldenburgischen Ligen, Erich Kuhlmann, hat indes den Plan für die Fortführung in der Schublade. „Bei einem Start Anfang April wäre ein Abschluss bis zum Ende der normalen Spielzeit 2020/2021 am 30. Juni möglich“, sagt Kuhlmann.
Bisher sind jedoch erst drei Spieltage im Herbst absolviert worden. Elf stehen noch aus. Der Spielleiter stellte daher die Frage: „Wir hätten dann an jedem Sonntag ein Spieltag. Wollen die Boßler das?“
Der FKV-Vorstand befindet sich im regelmäßigen Austausch über die aktuellen Entwicklungen der Pandemie. In der nächsten virtuellen Konferenz am 22. Februar könnte die Frage beantwortet werden, ob die Saison weitergeht.
Der Vorstand befürchtet, das Boßler von ihrem Hobby abrücken könnten, wenn die die Wettkampfpause noch länger anhalte.
Riesner: „ Die Sorge, dass wir Werferinnen und Werfer verlieren, ist groß. Diese Gefahr ist bei Jugendlichen größer als bei Erwachsenen.“

25.01.2021
Coronakonformes Kloatscheeten

Coronakonform "Kloatscheeten" in der Grafschaft Bentheim
Aufgrund von Corona kann das beliebte "Kloatscheeten" in der Grafschaft Bentheim bereits seit längerem nicht mehr so stattfinden wie gewohnt. Doch die Rettung naht.
Traditionen online weiterleben zu lassen, liegt im zweiten Corona-Jahr im Trend: Axel und Robin aus Gildehaus (Grafschaft Bentheim) haben sich überlegt, wie das traditionelle Kloatscheeten (ähnlich wie Boßeln) dieses Jahr unter erschwerten Bedingungen stattfinden könnte.
Die zündende Idee hatten die beiden bei einem gemeinsamen Spaziergang durch das Dorf. Die Umsetzung: Wie beim traditionellen Kloatscheeten gibt es auch bei der Online-Variante ein blaues und ein gelbes Team. Die Teams haben jeweils gleich viele Mitglieder. Je eine Person aus dem jeweiligen Team kommt zum verabredeten Treffpunkt im Freien. Es treffen insgesamt also immer nur zwei Personen aufeinander: Die "Blaue 1" und die "Gelbe 1". Sie werfen nacheinander den "Kloat" ihres Teams und markieren mit einem kleinen Schild die entsprechende Stelle, an der der "Kloat" liegengeblieben ist.
Anschließend bringen die "Blaue 1" und die "Gelbe 1" den jeweiligen "Kloat" zum zweiten Teammitglied z.B. nach Hause oder zu einem verabredeten Treffpunkt. Die zweiten Teammitglieder, also die "Blaue 2" und die "Gelbe 2" treffen sich an der vorher markierten "Kloat-Landestelle" und werfen ihren "Kloat" von dort aus weiter. Die neue Stelle wird markiert, der "Kloat" wird an das nächste Mitglied, das zu Hause wartet, weitergegeben.
Damit auch nicht geschummelt wird, wird der Wurf per Video dokumentiert und anschließend in einer WhatsApp-Gruppe geteilt. Das "Kloatscheeten" ist durch, wenn alle Teammitglieder einmal geworfen haben. Gewonnen hat die Gruppe, die mit ihren Würfen am weitesten gekommen ist.


25.01.2021
Seit 150 Jahren gibt es Kohlfahrten

Der Oldenburger Turnerbund (OTB) gilt den Angaben zufolge als Erfinder der Kohlfahrten in ihrer heutigen Form. Die erste Kohlfahrt sei in der OTB-Vereinschronik vom 15. Januar 1871 dokumentiert, also vor 150 Jahren. Damals ging es aber vor allem um Sport und Turnen für Männer, Spiele - Stichwort: Teebeutelweitwurf - und musikalische Begleitung kamen Anfang des 20. Jahrhunderts dazu. Um dieses Datum zu ehren, hat die Oldenburg Tourismus und Marketing den 15. Januar auch zum Tag der Kohlfahrt ernannt.
Zur Begründung heißt es: „Bei einer Kohlfahrt geht es um Gemeinschaft, um soziale Kontakte, um ernste und weniger ernste Gespräche und um Spaß. Gemeinschaftssinn ist einer der tragenden Pfeiler unserer Gesellschaft. Gemeinschaft muss erhalten und gepflegt werden, egal ob Freundschaft, Familie oder als Verein im kulturellen, musischen, sportlichen, sozialen und gesellschaftlichen Bereich.“



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